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Haarausfall bei Ozempic, Wegovy, Mounjaro und Zepbound: Warum er entsteht und was hilft

Text: Veda-RedaktionRedigiert von Uladzislau YasinskiAktualisiert am 16 QuellenSo arbeiten wir

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Haarbüschel im Duschabfluss, ein dünnerer Pferdeschwanz und ein Abnehm-Pen, den Sie vor ein paar Monaten begonnen haben. Liegt das an Ozempic?

Auf dieser Seite bekommen Sie ehrliche Antworten: die Zahlen aus den US-Fachinformationen (FDA-Label) und aktuellen Studien, schnelle Checks, mit denen Sie diffusen Haarverlust von anderen Ursachen unterscheiden, und was Sie jetzt tun können.

Kurzantwort: Bei den meisten Menschen handelt es sich um einen vorübergehenden Haarverlust, ein sogenanntes telogenes Effluvium. Schnelle Gewichtsabnahme und deutlich weniger Nahrung bringen viele Haare gleichzeitig in die Ruhephase. Einige Monate später fallen sie dann aus. Haarausfall steht in den Fachinformationen zu Wegovy und Zepbound. Meist beruhigt sich das Haar, sobald das Gewicht langsamer sinkt. Es ist aber nicht immer nur harmloser Haarverlust: Runde kahle Stellen, ein breiter werdender Scheitel oder eine juckende, brennende Kopfhaut sollten hautärztlich abgeklärt werden. Über das Medikament entscheidet immer die Person, die es verschrieben hat.

Sie sind sich unsicher, ob Sie diffusen Haarverlust oder lichter werdendes Haar sehen? Laden Sie zwei Fotos hoch (Scheitel und Oberkopf). Der Foto-Check beschreibt, was er sieht, und vergleicht es mit typischen Mustern. Es ist eine Beschreibung, keine ärztliche Diagnose.

Haarausfall unter einem GLP-1-Medikament? Tippen Sie hier, um ein Foto hinzuzufügenDie KI beschreibt, was sie an Scheitel und Oberkopf sieht. Dazu bekommen Sie einen Plan für die Erholung Ihrer Haare als PDF: Pflegeschritte, Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt und einen Termin für den nächsten Check. Eine Diagnose stellt sie nicht.Foto hinzufügenENDer Check läuft auf Englisch, ein Check kostet 4,99 US-Dollar.
Illustration einer Haarbürste mit einigen losen Haaren neben einem typischen wöchentlichen Injektionspen und einem Kalenderblatt
Vermehrter Haarverlust unter GLP-1-Medikamenten zeigt sich oft erst einige Monate, nachdem das Gewicht zu sinken begonnen hat.

Warum Haare bei Ozempic, Wegovy, Mounjaro und Zepbound ausfallen

Meist steckt ein telogenes Effluvium dahinter. Normalerweise wächst der Großteil Ihrer Haare, während ein kleinerer Teil ruht. Eine Belastung für den Körper kann viele wachsende Haare auf einmal in die Ruhephase schieben. Dort verbleiben sie etwa vier Monate und fallen dann gemeinsam aus (StatPearls). Wegen dieser zeitlichen Verzögerung wirkt der Haarausfall oft zufällig und tritt erst lange nach dem Auslöser auf.

Bei einem GLP-1-Medikament kommen gleich mehrere mögliche Auslöser zusammen:

  • Schnelle Gewichtsabnahme. Laut der American Academy of Dermatology (AAD) gehen Hautärztinnen und Hautärzte davon aus, dass das Ausdünnen vor allem durch den plötzlichen Gewichtsverlust entsteht.
  • Deutlich weniger Essen. Eine gemeinsame Stellungnahme von vier US-amerikanischen medizinischen und ernährungswissenschaftlichen Fachgesellschaften aus dem Jahr 2025 beziffert den Rückgang der Kalorienzufuhr unter diesen Medikamenten auf 16 % bis 39 %. Weniger Essen bedeutet oft auch weniger Eiweiß, Eisen und andere Nährstoffe für die Haare.
  • Möglicherweise das Medikament selbst. Die AAD weist darauf hin, dass auch ein direkter Effekt des Wirkstoffs auf das Haar möglich ist. Um das sicher sagen zu können, werden jedoch noch mehr Daten benötigt.

Haarausfall nach einer Magenverkleinerung (bariatrische Chirurgie) ist deutlich häufiger als in den Studien zu diesen Medikamenten. Ein Review aus dem Jahr 2026 nennt hier eine zusammengefasste Rate von 47 % bis 57 %. Das stützt die Theorie, dass der Gewichtsverlust selbst der Hauptgrund ist. Unser Ratgeber zum telogenen Effluvium erklärt den Haarzyklus genauer.

Wie häufig ist GLP-1-Haarausfall? Was Fachinformationen und Studien sagen

Ozempic und Wegovy enthalten Semaglutid. Mounjaro und Zepbound enthalten Tirzepatid. (Zepbound ist der US-Markenname; in der EU wird Tirzepatid zum Abnehmen ebenfalls als Mounjaro verkauft.) Die US-Fachinformationen (FDA) sagen zum Thema Haare Folgendes:

MedikamentWirkstoffWas die US-Fachinformation sagt
WegovySemaglutidGepoolte Abnehmstudien: Haarausfall bei 3,3 % der Menschen unter dem Medikament gegenüber 1 % in der Placebogruppe. Die Fachinformation bringt ihn mit der Gewichtsabnahme in Verbindung.
ZepboundTirzepatidGepoolte Abnehmstudien: 4 % bis 5 % über die drei Dosierungsgruppen hinweg, gegenüber 1 % unter Placebo. Unter den häufigsten Nebenwirkungen aufgeführt. Niemand beendete die Studien wegen Haarausfall.
OzempicSemaglutidAlopezie erscheint bei den Meldungen nach der Zulassung. Da diese Meldungen aus einer Bevölkerung unbekannter Größe stammen, lässt sich die Häufigkeit laut Fachinformation nicht abschätzen.
MounjaroTirzepatidGleiches Bild: Alopezie wird unter den Meldungen nach der Zulassung genannt, es gibt keine genaue Studienrate.

Diese Zahlen stammen aus unterschiedlichen Studien und eignen sich nicht als Rangliste der Medikamente.

Zusammenfassende Studien aus dem Jahr 2026 zeigen ein ähnliches Bild:

  • Eine Metaanalyse aus 9 Studien mit 4114 Personen fand, dass Haarausfall unter dem Medikament etwa dreimal so wahrscheinlich war wie unter Placebo (Gesamtrate 3,9 %).
  • Eine zweite Metaanalyse von 17 Studien ergab eine etwa 40 % höhere Wahrscheinlichkeit für nicht vernarbenden Haarausfall. Dieser war vor allem durch telogenes Effluvium und anlagebedingten Haarausfall getrieben. Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata) zeigte keinen signifikanten Zusammenhang.
  • Ein Review von 24 Studien fand die höchsten Raten bei Semaglutid und Tirzepatid, wobei Tirzepatid am häufigsten mit telogenem Effluvium verknüpft war.
  • Eine große Kohortenstudie mit Gesundheitsdaten bestätigte diesen Zusammenhang. Menschen, die Haarausfall entwickelten, hatten bei der Nachkontrolle einen niedrigeren BMI. Das passt zum Gewichtsverlust als treibendem Faktor.

Ein Großteil dieser Belege beruht auf Beobachtungsstudien. In einem Kommentar aus dem Jahr 2026 betonen die Autorinnen und Autoren, dass es noch keine prospektive kontrollierte Studie gibt, die speziell GLP-1-Haarausfall untersucht hat. Eine direkte Ursache durch den Wirkstoff ist also nicht zweifelsfrei bewiesen.

Warum Reddit-Foren dramatischer klingen als die offiziellen Zahlen. In Studien wird erfasst, was Menschen aktiv als unerwünschtes Ereignis melden. Eine Umfrage aus dem Jahr 2026 unter 152 Anwenderinnen und Anwendern in Saudi-Arabien (überwiegend Frauen) fragte hingegen gezielt nach den Haaren: 70,4 % gaben an, seit Beginn der Behandlung vermehrt Haare zu verlieren. Wer mehr Gewicht verloren hatte, berichtete auch häufiger von Haarverlust. Da es sich um eine kleine Umfrage mit selbstberichteten Daten handelt, dient sie eher zur Einordnung und spiegelt nicht Ihre persönliche Wahrscheinlichkeit wider.

Haarausfall bei GLP-1-Medikamenten: Frauen und Männer

Frauen berichten häufiger von Haarverlust. In der Wegovy-Fachinformation meldeten etwa 4 % der Frauen und 0,9 % der Männer unter dem Medikament Haarausfall (Placebo: 2 % der Frauen, 0 Männer). In der Zepbound-Fachinformation waren es 7,1 % der Frauen und 0,5 % der Männer unter dem Medikament (Placebo: 1,3 % der Frauen, 0 Männer).

Männer sind davon jedoch nicht ausgenommen. Die zweite Metaanalyse zeigte auch eine höhere Wahrscheinlichkeit für anlagebedingten Haarausfall. Ein starker diffuser Haarverlust kann zudem dafür sorgen, dass ein beginnendes, anlagebedingtes Ausdünnen plötzlicher sichtbar wird. Wenn Sie als Mann vor allem am Oberkopf oder an den Schläfen dünneres Haar bemerken, lesen Sie unsere Ratgeber zu frühen Zeichen von Glatzenbildung und lichtem Haar am Oberkopf. Frauen, die einen breiter werdenden Scheitel sehen, finden Infos unter breiter werdender Scheitel.

Ist es diffuser Haarverlust oder etwas anderes?

Illustration von drei Kopfhautansichten von oben: gleichmäßiges Ausdünnen überall, ein breiter werdender Scheitel und eine runde kahle Stelle
Gleichmäßiges Ausdünnen spricht für diffusen Haarverlust. Ein breiter werdender Scheitel oder eine runde Stelle deuten eher auf eine andere Ursache hin.

Machen Sie diese vier Checks in etwa einer Minute:

  • Gleichmäßig oder stellenweise? Beim telogenen Effluvium wird das Haar am ganzen Kopf dünner. Der Pferdeschwanz wird schmaler, im Abfluss liegen mehr Haare, es gibt aber keine komplett kahlen Stellen. Runde kahle Stellen deuten auf eine andere Erkrankung hin und sollten ärztlich untersucht werden.
  • Scheitel und Schläfen. Ein Scheitel, der stetig breiter wird, oder Geheimratsecken sprechen eher für anlagebedingten Haarausfall als für einen vorübergehenden Verlust durch Abnehmen.
  • Die Kopfhaut selbst. Juckreiz, Brennen, Schuppen, Schmerzen oder glatte, glänzende Hautpartien passen nicht zum klassischen Bild eines reinen Haarverlusts.
  • Die Dauer. Wenn starker Haarverlust länger als sechs Monate anhält, spricht man von einer chronischen Form, die hautärztlich abgeklärt werden sollte. Mehr dazu in unserem Ratgeber zum telogenen Effluvium.

Ein Verlust von 50 bis 100 Haaren pro Tag ist laut AAD völlig normal. Wie Sie richtig zählen, erfahren Sie unter Wie viel Haarausfall ist normal? und Haarverlust oder Haarausfall.

Wann beginnt der Haarausfall und wachsen die Haare nach?

Der Haarverlust beginnt meist einige Monate nach dem Start der Gewichtsabnahme. Laut AAD erreicht das Haar seine normale Fülle in der Regel innerhalb von sechs bis neun Monaten wieder, sobald der Auslöser (das schnelle Abnehmen) nachlässt. Den genauen zeitlichen Verlauf, auch für die Zeit nach dem Absetzen, finden Sie in unserer Zeitleiste zum Nachwachsen.

Was Sie bei Haarausfall unter einem GLP-1-Medikament tun können

  1. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Haarausfall ist ein bekannter Effekt beim Abnehmen. In der Praxis können das Tempo Ihrer Gewichtsabnahme, Ihre Ernährung und Ihr Gesundheitszustand überprüft werden. Die AAD warnt davor, Medikamente eigenmächtig abzusetzen, da dies zu ernsten Nebenwirkungen führen kann.
  2. Achten Sie auf Eiweiß und regelmäßige Mahlzeiten. Zu wenig Eiweiß ist ein bekannter Auslöser für diese Art von Haarverlust. Zahlen und Tipps, was sich wirklich lohnt, finden Sie in unserem Artikel über Nahrungsergänzungsmittel bei GLP-1-Haarausfall.
  3. Fragen Sie nach sinnvollen Bluttests. Eisenwerte (Ferritin) und Schilddrüsenhormone stehen meist ganz oben auf der Liste, da Eisenmangel und Schilddrüsenunterfunktion bekannte Ursachen für Haarverlust sind.
  4. Seien Sie sanft zu Ihrem Haar. Tragen Sie lockere Frisuren, verzichten Sie auf starke Hitze beim Styling und vermeiden Sie aggressive chemische Behandlungen (wie Dauerwellen), bis sich der Haarzyklus beruhigt hat.
  5. Fotografieren Sie monatlich Scheitel und Oberkopf. Tun Sie das immer bei gleichem Licht. So können Sie den Verlauf objektiv beurteilen.
  6. Gehen Sie zur Hautärztin oder zum Hautarzt, wenn eines der unten genannten Warnzeichen auftritt. Laut AAD ist eine hautärztliche Praxis die beste Anlaufstelle, um die genaue Art des Haarausfalls zu bestimmen.

Die AAD empfiehlt zudem, dass Menschen, die zu Haarausfall neigen, ihr Gewicht langsam reduzieren sollten. Ob das für Sie der richtige Weg ist, besprechen Sie am besten ärztlich. Fragen Sie auch immer in der Praxis nach, bevor Sie mit Nahrungsergänzungsmitteln oder neuen Behandlungen beginnen, ganz besonders während einer Schwangerschaft, in der Stillzeit, bei Nieren- oder Lebererkrankungen oder wenn Sie andere Medikamente einnehmen.

Helfen Shampoos und Haarprodukte?

Wahrscheinlich nicht. Es gibt schlichtweg keine aussagekräftigen Beweise dafür. Keine der genannten Studien zu GLP-1-Haarausfall hat Shampoos untersucht. Ein Shampoo wirkt nur äußerlich und kann nicht verändern, was unten an der Haarwurzel im Follikel passiert. Verwenden Sie ein mildes Shampoo, das gut zu Ihrer Kopfhaut passt. Wenn die Kopfhaut schuppt oder juckt, ist das ein eigenes Thema. Lesen Sie dazu Schuppen oder trockene Kopfhaut.

Juckende oder schmerzende Kopfhaut während des Abnehmens

Reiner diffuser Haarverlust geht normalerweise nicht mit Juckreiz einher. Eine Kopfhaut, die juckt, brennt oder schuppt, sollte untersucht werden. Das kann auch gleichzeitig mit dem vermehrten Haarverlust auftreten. Trockene Haut gehört zu den Auswirkungen, die die AAD für GLP-1-Medikamente nennt. Unser Ratgeber zu juckender Kopfhaut erklärt die häufigsten Ursachen. Bei dunkleren Hauttönen sieht eine Rötung oft nicht rot, sondern eher dunkelbraun, violett oder grau aus. Achten Sie daher auch auf Wärme, Schwellungen und Veränderungen der Hautstruktur.

Wann Sie zur Hautärztin oder zum Hautarzt gehen sollten

  • Bei runden kahlen Stellen am Kopf.
  • Wenn der Scheitel immer breiter wird oder der Haaransatz zurückweicht (Geheimratsecken).
  • Bei Juckreiz, Brennen, Schuppen, Schmerzen oder glatten, glänzenden Stellen auf der Kopfhaut.
  • Wenn der starke Haarverlust länger als sechs Monate anhält.
  • Bei ungewöhnlicher Müdigkeit, ständigem Frieren, oder wenn Sie extrem wenig essen beziehungsweise Nahrung nicht bei sich behalten können.
  • Wenn der Haarausfall bereits vor Beginn der medikamentösen Behandlung anfing.

Eine Hautärztin oder ein Hautarzt kann diffusen Haarverlust von anlagebedingtem Haarausfall unterscheiden und gezielt nach der Ursache suchen. Ein Review der Cleveland Clinic aus dem Jahr 2026 merkt an, dass ein telogenes Effluvium meist schon durch das ärztliche Gespräch (Anamnese) und eine Untersuchung der Kopfhaut festgestellt werden kann.

Sie haben die Anzeichen geprüft und sind sich immer noch unsicher? Laden Sie Ihre Fotos hoch und vergleichen Sie, was der Foto-Check zeigt, mit dem, was Sie gerade gelesen haben.

Haarausfall unter einem GLP-1-Medikament? Tippen Sie hier, um ein Foto hinzuzufügenDie KI beschreibt, was sie an Scheitel und Oberkopf sieht. Dazu bekommen Sie einen Plan für die Erholung Ihrer Haare als PDF: Pflegeschritte, Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt und einen Termin für den nächsten Check. Eine Diagnose stellt sie nicht.Foto hinzufügenENDer Check läuft auf Englisch, ein Check kostet 4,99 US-Dollar.

Weiterführende Artikel

Häufig gestellte Fragen

Verursacht Ozempic Haarausfall?+

Es kann einen Zusammenhang geben. Die Ozempic-Fachinformation listet Alopezie bei den Meldungen nach der Zulassung auf. Solche Meldungen können aber nicht zeigen, wie oft das passiert, und beweisen keine Ursache. Die Wegovy-Fachinformation, die auf Abnehmstudien mit demselben Wirkstoff beruht, nennt dagegen konkrete Zahlen: 3,3 % in der Medikamentengruppe gegenüber 1 % in der Placebogruppe.

Können auch Mounjaro und Zepbound Haarausfall verursachen?+

Ja. Beide enthalten Tirzepatid, und Haarausfall wird in beiden Fachinformationen erwähnt. Bei Zepbound steht er unter den häufigsten Nebenwirkungen: 4 % bis 5 % der Behandelten in den Abnehmstudien meldeten ihn, gegenüber 1 % unter Placebo. Mounjaro führt Alopezie bei den Meldungen nach der Marktzulassung auf.

Ist der Haarausfall durch ein GLP-1-Medikament dauerhaft?+

Meistens nicht. Häufig handelt es sich um einen vorübergehenden, diffusen Haarverlust. Die Haare wachsen wieder nach, sobald der Auslöser nachlässt. Laut der American Academy of Dermatology dauert es sechs bis neun Monate, bis das Haar wieder seine normale Fülle hat. Anlagebedingtes lichter werdendes Haar ist ein anderes Problem, das gleichzeitig sichtbar werden kann. Achten Sie daher auf die Zeichen, die wir auf dieser Seite beschreiben.

Was soll ich bei Haarausfall unter Wegovy oder Ozempic tun?+

Sprechen Sie zuerst mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Dort lassen sich das Tempo der Gewichtsabnahme, Ihre Ernährung und Ihre Blutwerte überprüfen. Achten Sie auf ausreichend Eiweiß im Essen, behandeln Sie Ihr Haar schonend und machen Sie jeden Monat ein Foto bei gleichem Licht. Gehen Sie zur Hautärztin oder zum Hautarzt, wenn Sie kahle Stellen, einen breiter werdenden Scheitel oder eine gereizte Kopfhaut bemerken. Ändern Sie Ihre Medikamenteneinnahme nie auf eigene Faust.

Kann ich Haarausfall bei einem GLP-1-Medikament verhindern?+

Eine Garantie gibt es nicht. Die American Academy of Dermatology rät Menschen, die zu Haarausfall neigen, langsam abzunehmen. Besprechen Sie das am besten vorab mit der verschreibenden Ärztin oder dem Arzt. Ausreichend Eiweiß zu essen und nach sinnvollen Bluttests zu fragen, hilft dabei, Nährstofflücken frühzeitig zu erkennen.

Bekommen auch Männer unter einem GLP-1-Medikament Haarausfall?+

Ja, allerdings in den Studien seltener als Frauen. In der Zepbound-Fachinformation meldeten 0,5 % der Männer und 7,1 % der Frauen Haarausfall. Bei Männern kann eine schnelle Gewichtsabnahme zudem dazu führen, dass ein bereits vorhandener anlagebedingter Haarausfall plötzlicher auffällt.

Warum juckt meine Kopfhaut, während mir unter einem GLP-1-Medikament die Haare ausfallen?+

Reiner Haarverlust juckt in der Regel nicht. Wenn die Kopfhaut juckt, brennt oder schuppt, lohnt sich ein genauerer Blick. Trockene Haut gehört zu den bekannten Auswirkungen dieser Medikamente laut der American Academy of Dermatology. Kopfschuppen oder eine Reaktion der Kopfhaut können gleichzeitig mit dem Haarverlust auftreten.

Hilft ein Shampoo gegen GLP-1-Haarausfall?+

Keine der Studien zu GLP-1-Haarausfall hat ein Shampoo getestet. Ein Shampoo kann auch nicht beeinflussen, was tief im Haarfollikel passiert. Wählen Sie einfach ein mildes Produkt, das Ihre Kopfhaut gut verträgt. Wenn die Kopfhaut juckt oder schuppt, behandeln Sie das als eigenständiges Problem.

Quellen

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  • Eli Lilly and Company. Zepbound (tirzepatide) prescribing information and Medication Guide. DailyMed, label revised September 2026. DailyMed
  • Novo Nordisk. Ozempic (semaglutide) injection prescribing information. DailyMed, label revised June 2026. DailyMed
  • Eli Lilly and Company. Mounjaro (tirzepatide) prescribing information. DailyMed, label revised September 2026. DailyMed
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  • American Academy of Dermatology. How can GLP-1 drugs affect my skin, hair, and nails? Updated February 2026. aad.org
  • American Academy of Dermatology. Do you have hair loss or hair shedding? Accessed October 2026. aad.org
Aktualisiert am 7. Oktober 2026
Medizinische Prüfung ausstehend. Vor der Veröffentlichung wird eine Fachärztin oder ein Facharzt hinzugezogen.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ist keine medizinische Beratung. Er ersetzt nicht das Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt. Wenn Sie ein Symptom beunruhigt, lassen Sie es ärztlich abklären.